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Dr. jur. Thomas Schwarze, Rechtsanwalt - Fachanwalt für Arbeitsrecht, Strafrecht und Sozialrecht

Familienrecht

  Trennung Scheidung Kinder Vermögen Unterhalt


Sofern Sie keinen notariellen Ehevertrag geschlossen und nach deutschem Recht geheiratet haben, leben Sie grundsätzlich im Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

Dieser Güterstand bedeutet
  • die Beibehaltung getrennter Vermögensbereiche während der Ehe
  • einen Ausgleichsanspruch dessen, der einen geringeren Zugewinn erwirtschaftet hat, bei Beendigung des Güterstandes
Der Güterstand wird dabei in der Regel beendet durch
  • den Ausspruch des vorzeitigen Zugewinnausgleichs durch das Familiengericht
  • die rechtskräftige Scheidung
  • mit dem Tod eines Ehegatten

Wie berechnet sich der Zugewinnausgleichsanspruch?

Grundsätzlich wird das Vermögen am Tag der Eheschließung (= Anfangsvermögen) mit dem Vermögen bei Zustellung des Scheidungsantrages (= Endvermögen) verglichen. Die Differenz von Endvermögen zu Anfangsvermögen ist der Zugewinn eines jeden Ehegatten.

Der Ausgleichsanspruch berechnet sich dabei nach folgender Formel:

Ausgleichsanspruch = ½ x (Zugewinn des einen Ehegatten – Zugewinn des anderen Ehegatten)

Dem Anfangsvermögen wird dabei auch zugerechnet, was ein Ehegatte während der Ehezeit geerbt hat oder von seinen Eltern geschenkt bekommen hat. Dabei ist zu beachten:

Je höher das Anfangsvermögen, desto niedriger der Zugewinn, desto geringer ein etwaiger zu befriedigender Ausgleichsanspruch des anderen Ehegatten